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Lebensversicherer und PIIGS-Staatsanleihen |
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Donnerstag, 16. Februar 2012 um 12:47 Uhr |
Fachnews
Im Zusammenhang mit unserer Produktstudie haben wir uns einen Überblick über das Exposure einiger deutscher Lebensversicherer und Pensionskassen in Staatsanleihen der PIIGS-Staaten verschafft.
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Im Zusammenhang mit der Aktualisierung unserer Produktstudie um die Kennzahlen 2010 haben wir einen besonderen Blick auf das Exposure der teilnehmenden Produktanbieter in PIIGS-Staatsanleihen geworfen und die aktuellen Meldungen hierzu einbezogen. Diese Länder (Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien) werden teilweise namentlich aufgeführt, teilweise auch nur vornehm umschrieben als „europäische Peripheriestaaten“, „als kritisch erachtete Länder des Euro-Raums“ oder „Euro-Krisenländer“. So unterschiedlich die Benennung der Staaten ausfällt, so unterschiedlich ist auch das jeweilige Exposure. Während einige Versicherer spätestens im Laufe des Geschäftsjahres 2010 ihr Investment in diesen Staaten auf Null gefahren hatten, waren andere Versicherer im deutlich einstelligen Prozentbereich investiert und sahen auch im Laufe des Jahres 2011 diese Politik nach eigenen Aussagen als „nicht kritisch“. Teils werden die Investments pro Land einzeln genannt und auch andere potentielle Risiken wie Investments in den USA oder in Banken in die Betrachtungen mit einbezogen, teils werden nur Gesamtzahlen genannt. Letztere ermöglichen es dem Betrachter nicht, besondere Risiken wie Griechenland oder nicht einhellig als „Risiko“ eingestufte Investments (z. B. in Italien) zu erkennen. Auch Abschreibungen durch sinkende Marktwerte wurden uneinheitlich gehandhabt: teils wurden sie vorgenommen, teils unterließ man es. Angesichts der derzeitigen Abstufungen der Risikoländer ist davon auszugehen, dass einige Versicherer spätestens im laufenden Geschäftsjahr ihre Strategie ändern und Einbußen bei ihren Ergebnissen werden hinnehmen müssen. Dann stehen jene Versicherer gut da, welche bereits 2010 ihr Exposure bereinigt hatten (ohne dass deswegen ihr Ergebnis 2010 im Branchenvergleich „schlecht“ ausgesehen hätte). Wir werden das Thema weiter verfolgen und um die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 erweitern, sobald diese vorliegen.
Autor: Dipl. Math. Volker Schwinn, AKtuar (DAV) / IVS Sachverständiger Leiter Aktuariat |